Klimafreundliche Zukunft: Wieso ist Veränderung notwendig?

Denis Bittner

Denis Bittner

Denis ist Start-up-Gründer. Mit seinem Unternehmen envuco setzt er sich für eine smartere, grüne Zukunft ein. Hier plädiert er dafür, umzudenken.

Wir leben in einer sich sehr schnell verändernden Zeit. Selten haben wir die Ruhe, uns Gedanken darüber zu machen, welche Auswirkungen unser Handeln auf die Zukunft unseres Planeten und unserer Kinder hat. Und wir schieben notwendige Entscheidungen vor uns her.

Ich möchte kurz aufzeigen, wie wichtig Veränderung ist. Gerade, wenn es um das Thema CO2-Emissionen geht: Die Alpengletscher, Europas größte Eisfläche, werden bis zum Ende des Jahrhunderts vollständig verschwunden sein, wenn wir keine Veränderungen vornehmen.

Gletscher schmelzen natürlich auch ohne menschliche Einwirkung. Das Problem ist jedoch: Sie schmelzen um ein Vielfaches schneller, als sie sollten. Die Konsequenz sehen wir tagtäglich in den Medien: Hurrikane, heftiger Regenfall, oder warme Winter. Bereits heute sterben viele Lebensarten aus.

Veränderung ist also unbedingt notwendig!  Nehmen wir hierzu das Beispiel Energieeffizienz. In klassischen Gebäuden, nicht zwingend im Neubau, verschwenden wir zwischen 30 und 60 % an Ressourcen (Öl, Gas, Strom). Es wird im wahrsten Sinne des Wortes zum Fenster rausgeheizt.

Im Klartext heißt das: Wir schaden dem Klima mit Energie, die wir nicht nutzen.

MIT ÖKOSTROM 2,3 TONNEN CO2 IM JAHR SPAREN.1

Was hält uns davon ab, Entscheidungen zu treffen?

Meistens sind wir mit Gegenargumenten konfrontiert wie „Das kostet sehr viel Geld“ oder „Das schadet der Umwelt doch genauso“. Leider werden hier nur Wunschfaktoren berücksichtigt und keine Fakten verglichen oder noch viel schlimmer: Es fehlt schlichtweg an Aufklärung zu dem Thema. Grüne Technologien und Lösungen werden im Allgemeinen als teuer, aufwendiger und komplexer gesehen, dabei stimmt das nicht!

Natürlich ist es immer einfacher, bestehenden Technologien zu folgen, bekannte Muster zu verfolgen und das eigene Tun nicht zu hinterfragen. Jedoch müssen wir uns darüber klar werden, dass Entscheidungen auf keinen Fall zu Lasten der Umwelt oder der Generationen nach uns gehen sollten.

Damit die Barrieren und Ablehnungsgründe gegenüber neuen, grünen Technologien entsprechend niedrig sind, bedarf es disruptiver Geschäftsmodelle. Wir von envuco bieten beispielsweise unsere Lösungen auch kostenfrei an und partizipieren lediglich an erzielten Einsparungen. Das bedeutet: Ich kann mich zwischen einer nachhaltigen und kostenfreien Alternative oder einer batteriebetriebenen und teuren Alternative entscheiden. Wir versuchen mit diesem Geschäftsmodell, die Kunden und die Wirtschaft dazu zu zwingen, bestehende Muster und Verhaltensweisen aufzubrechen und einem alternativen Weg zu folgen.

Wie können wir Hürden überwinden?

Ich denke, dass es eine vielschichtige Lösung geben muss. Zu Beginn muss Aufklärungsarbeit geleistet werden. Aufwecken, Probleme aufzeigen, bewusst machen – das ist wichtig! Darüber hinaus sollten Unternehmen die Notwendigkeit erkennen und selbstständig grüne Initiativen und Veränderungsprozesse starten. Wenn die benötigte Wirkung nicht erzielt wird, dann muss die Politik eingreifen und Rahmen definieren, in denen sich die Unternehmen bewegen dürfen. Dabei darf es nie und nimmer zu bekannten Milchmädchen-Rechnungen kommen! Ja, der Strompreis klassischer Rohstoffe ist aktuell noch günstiger als Öko-Energie. Wenn man also nur den kWh-Preis von klassischer und Öko-Energie vergleicht, ist das Ergebnis recht klar. Aber wer schaut auf die langfristigen Kosten für Umwelt und Gesellschaft? Auf die Restauration zerstörter Gebäude, auf erhöhte Kosten im Gesundheitsapparat etc.? Und schließlich gibt es noch die Start-up-Kultur, die geprägt ist von vielen innovativen Ideen und jungen Gründern, die zu einem großen Teil auf den Zug der Veränderung aufspringen und mit ihren Produkten und Ideen Veränderungen vorantreiben wollen.

Wie können nachhaltige Lösungen aussehen?

Wir bei envuco arbeiten mit verschiedenen Firmen an nachhaltigen Lösungen und Lösungsansätzen, um Gebäude effizienter und ressourcenschonender zu machen. Wie machen wir das?

Im ersten Schritt haben wir Geräte, die ihre Energie selbst erzeugen, indem sogenannte „Energy Harvesting Technologien“ verwendet werden:

 

  1. Der piezoelektrische Effekt: Energie wird aus Bewegung und Vibration gewonnen.
  2. Der thermoelektrische Effekt: Man stelle sich hierzu einen Heizkörper vor. Dieser Heizkörper hat beim Erwärmen eine gewisse Temperatur – meist zwischen 30 und 55 Grad. Gleichzeitig haben wir eine Raumtemperatur, die meist zwischen 20 und 25 Grad liegt. Wenn wir nun z. B. einen Unterschied von 4 Grad zwischen Heizkörper und Raumtemperatur haben, generiert ein Thermogenerator aus dieser Temperaturdifferenz Energie, die dann schließlich gespeichert wird.
  3. Der photoelektrische Effekt: Man kennt ihn vom Solar-Taschenrechner. Egal, ob künstliches oder Sonnenlicht – der Taschenrechner geht an.

 

Mit diesen Technologien wird ein energieautarker Betrieb von Geräten sichergestellt. Es müssen keine Batterien gewechselt werden, und die Geräte sind drahtlos. Nun werden solche autarken Geräte also in allerlei Gebäude eingebaut, um dort Energie einzusparen.

Auch im Garten und auf dem Balkon gibt es die Möglichkeit, die Kraft der Natur zu nutzen – obwohl das vermehrt in Vergessenheit geraten ist. Beispielsweise sieht man in den seltensten Fällen heutzutage noch Regentonnen. Wasser frei Haus! Auch der Zeitpunkt der Wässerung spielt eine wichtige Rolle! In der Hitze des Tages geht eine große Menge Wasser durch Verdunstung verloren. Daher sollte unbedingt erst in der Dämmerung bzw. dann, wenn es kühl ist, gegossen werden.

Unseres Wissens nach gibt es nicht viele energieautarke Lösungen für Garten und Balkon, jedoch arbeiten wir hier an Innovationen, die wir in den nächsten Monaten auf den Markt bringen werden – zu fairen Preisen! Denn genau das ist unsere Philosophie: Smarte Technologie darf weder teuer sein noch unserer Umwelt schaden!

Ganz einfach zu Ökostrom wechseln

Wie viel Strom verbrauche ich?

Stromverbrauch nach Personen im Haushalt schätzen:

Schließen