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Nachhaltige Geldanlage – nötig oder Augenwischerei?

Nachhaltige Geldanlage – nötig oder Augenwischerei?

Claudia Müller

Claudia Müller

Claudia Müller, lange Jahre international für die Deutsche Bundesbank tätig, ist Gründerin des Female Finance Forum – einer Gemeinschaft, in der Frauen von- und miteinander den Umgang mit Geld und Finanzprodukten lernen.

Es gibt ein zunehmendes Bewusstsein für die Bedeutung eines nachhaltigen Lebensstils. Die Nachfrage nach Bioprodukten steigt ebenso wie nach grünem Strom oder Fair-Trade-Kaffee. Dies ist einerseits bei der viel beschriebenen Generation Y zu beobachten, zieht sich jedoch viel breiter durch die Gesellschaft. Nachhaltigkeit ist im Mainstream angekommen.

Einen großen Lebensbereich blenden jedoch viele Menschen in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit aus: ihr Geld. Das ist bedauerlich, denn Money makes the world go round – Geld ist Macht. Wenn wir unser Geld – unsere Macht – zielgerichtet abgeben, entscheiden wir selber darüber, wer diese Macht hat. Und wir können unser Geld an Menschen geben, von denen wir wollen, dass sie Macht haben, weil durch sie unser Geld zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beitragen.

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Nachhaltige Geldanlage Ruestungsindustrie

Warum sollte ich zu einer nachhaltigen Bank wechseln?

Weil es richtig ist.
Wenn ich mein Geld bei einer Bank liegen habe – beispielsweise auf einem ganz normalen Girokonto – kann diese Bank damit machen, was sie möchte. Herkömmliche Banken investieren ihr Geld in alles, was profitabel ist. Das können neue Windkrafträder sein, das können aber auch Rüstungsindustrie oder Kohlekraftwerke sein.

Drei fragwürdige Bereiche, in die herkömmliche deutsche Finanzinstitute stark investieren, sind:

Rüstungsindustrie. Laut einer gemeinsamen Studie des niederländischen Verbands IKV Pax Christi und der internationalen Anti-Atomwaffenkampagne ICAN haben deutsche Finanzinstitute zwischen 2010 und 2012 ca. 7,6 Milliarden Euro in Geschäfte mit Atomwaffen-Herstellern investiert – knapp die Hälfte davon die Deutsche Bank.

Lebensmittelspekulation. Deutsche traditionelle Finanzinstitute sind ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, darauf zu wetten, dass aufgrund von Nahrungsmittelknappheit der Preis für Agrarrohstoffe steigen wird. Dass ein Anstieg des Preises für Grundnahrungsmittel wie Getreide für viele Menschen in Entwicklungsländern Hunger bedeutet, scheint hierbei keine Bedeutung zu haben.

„Traditionelle“ Energieträger. Atomenergie und Kohlekraftwerke sind zwar bei den Deutschen längst unerwünscht und ungern gesehen. Dennoch investieren unsere Banken weiterhin stark in diese Risiko-Technologien, indem sie den Bau von Minen und Kraftwerken finanzieren und Geschäftsbeziehungen zu den großen Konzernen unterhalten.

Zu alledem hinzu kommt die mangelnde Transparenz der herkömmlichen Bankhäuser, deren Tochtergesellschaften in Steueroasen beheimatet sind. An diesen Schlupflöchern können sie zweifelhafte spekulative Geschäfte betreiben und undurchsichtige Fonds auflegen.

Welche Alternativen gibt es?

Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland sind inzwischen hervorragend zugänglich. Eine wachsende Anzahl nachhaltiger Banken – auch grüne Banken oder Ethikbanken genannt – sind zu finden. Nachhaltige Banken verzichten nicht nur auf Investitionen in die oben genannten Bereiche – sie investieren ihr Geld explizit in die Förderung nachhaltiger Produkte.

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Bank verfolgt eine grüne Bank eine klare Linie, was den Umgang mit dem Geld ihrer Anleger betrifft. Sie richtet ihre Investitionstätigkeit nach ethischen und ökologischen Grundsätzen aus, die sie offen kommuniziert und auch von ihren Geschäftspartnern einfordert. So investieren nachhaltige Banken nicht in Rüstungsindustrie, Atomkraft oder Unternehmen, die Kinderarbeit zulassen. Einer nachhaltigen Bank geht es nicht darum, um jeden Preis Gewinn zu machen. Es geht um die offene und faire Zusammenarbeit mit Kunden und Geschäftspartnern sowie eine nachhaltige Wirtschaftsweise.

Das klingt jetzt fast zu schön, um wahr zu sein. Warum sollte man diesen Banken das glauben? Es sind schließlich Banken.

Bei nachhaltigen Banken spielt Transparenz eine große Rolle. Bei einer grünen Bank kann jeder Kunde nachsehen, in welche Projekte sein Geld fließt. Eine nachhaltige Bank vergibt normalerweise Kredite an Unternehmen und Institutionen und veröffentlicht Namen und Höhe der Investitionssumme im Internet. Bei nachhaltigen Banken gehen diese Investitionen meistens in ökologische Landwirtschaft, alternative Wohnprojekte und soziale Einrichtungen oder auch in erneuerbare Energien. Damit eignen sie sich zum Beispiel für Kunden, denen eine klimafreundliche Geldanlage wichtig ist. Alle Kreditnehmer – also die Geschäftspartner der Banken – werden auf ihre Nachhaltigkeit geprüft. So stellen die alternativen Banken sicher, dass die Geschäftspartner dieselben hohen Standards erfüllen wie sie selbst und nur ethisch vertretbare Unternehmen und Konzepte gefördert werden.

Und jetzt? Wohin mit meinem Geld?

Wenn ich mich entschlossen habe, zu einer nachhaltigen Bank zu wechseln, bleibt die Frage: zu welcher? Zu den bekanntesten und bewährtesten nachhaltigen Banken in Deutschland gehören die EthikBank, die GLS Bank, die Triodos Bank, die UmweltBank und die Bank für Kirche und Diakonie. Einen Vergleich der Banken findest du hier.

Zwar haben diese Banken kein so dicht gestreutes Filialnetz wie herkömmliche Geldinstitute, aber mal ehrlich: Wann warst du das letzte Mal bei deinem Bankberater? Und wie gut hast du dich dort aufgehoben gefühlt? Wir wechseln unseren Strom online, schließen Versicherungen online ab und lernen die Liebe unseres Lebens im Internet kennen – warum finden wir dort nicht auch unsere Bank?

Wie wechsle ich zur nachhaltigen Bank meiner Wahl?

Ganz einfach und unkompliziert.
Was viele Kunden nicht wissen: Seit 2016 müssen die Banken jeden Kunden beim Bankwechsel unterstützen, statt ihn mit bürokratischen Hürden zu verhindern – dank Zahlungskontengesetz. In der Praxis sieht das wie folgt aus: Du als Kunde erteilst deiner neuen Bank den Auftrag zur Hilfe beim Kontowechsel. Die neue Bank fordert die notwendigen Daten wie Daueraufträge, Lastschriftmandate oder Überweisungen bei deiner alten Bank an – sie muss diese Daten innerhalb von fünf Tagen übermitteln. Fertig!

Weltretten – ganz einfach

Wir neigen gerne dazu, die Augen vor etwas zu verschließen, wenn uns das Gesamtpaket undurchsichtig erscheint. Dabei ist genau dies beim Thema Finanzen das Problem: Das Paket ist nur bei den herkömmlichen Banken undurchsichtig. Es gibt transparente Alternativen, die mit dem übereinstimmen, was wir für richtig halten. Wir stecken aber paralysiert in der Analyse fest („Analyse-Paralyse“), anstatt den Schritt zu gehen, von dem wir wissen, dass es der richtige ist. Der Wechsel zu einer nachhaltigen Bank ist nicht aufwendig, nicht teuer, nicht kompliziert. Er ist jedoch wichtig, richtig und notwendig. Nur so können wir sicher sein, dass unser Geld nicht entgegen unserer Ansichten eingesetzt wird. Mehr noch, nur so können wir entscheiden, was mit unserem Geld gemacht wird und wer unser Geld – also unsere Macht – in den Händen hält. Jeder Schritt in die richtige Richtung zählt.


Persoenlicher CO2-Fussabdruck

Ihr persönlicher CO2-Fußabdruck: Verringern leicht gemacht!

Ihr persönlicher CO2-Fußabdruck: Verringern leicht gemacht!

Je mehr wir „auf großem Fuß“ leben – also viel konsumieren, uns fortbewegen, reisen, wohnen und ernähren – umso mehr CO2-Emissionen produzieren wir. Nicht nur während unserer eigenen Aktivität. Kohlendioxid entsteht auch vorab, durch den Anbau und die Förderung von Rohstoffen, die Produktion und Lagerung oder den Transport von Gütern.

Die Folge: Durch den Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2 wird die globale Erwärmung beschleunigt. Der durchschnittliche CO2-Fußabdruck in Deutschland liegt bei etwa 11 Tonnen CO2-Emissionen pro Kopf. Um die Erwärmung des Weltklimas auf höchstens 2 °C zu begrenzen, ist Klimaforschern zufolge aber ein Maximalwert von 2 Tonnen notwendig.

Kleine Schritte, große Wirkung!

Schon kleine Schritte können Großes bewirken, um den persönlichen CO2-Fußabdruck zu verringern: hier etwas weniger Fleisch verzehren, dort nicht gleich wieder eine neue Jeans shoppen. Das Auto mit anderen teilen. Oder versuchen, etwas weniger Müll zu produzieren. Durch die Nutzung erneuerbarer Energien lässt sich die eigene CO2-Bilanz weiter verbessern. Zudem kann man Kohlendioxid auch kompensieren: zum Beispiel durch die Aufforstung des Regenwaldes.

Haben Sie Ihren CO2-Fußabdruck im Blick?

In unserer Infografik können Sie sehen, welcher Lebensbereich welchen CO2-Fußabdruck hinterlässt. Vielleicht finden Sie ja ein Feld, in dem es Ihnen gar nicht schwerfällt, den ersten Schritt zu machen und aktiv CO2 einzusparen?

Infografik – CO2-Fußabdruck verringern

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Nachhaltig Reisen

Nachhaltig Reisen – 8 Tipps für das Reisen der Zukunft

Nachhaltig Reisen – 8 Tipps für das Reisen der Zukunft

Sebastian Würfel

Sebastian Würfel

Auf dem Blog indojunkie.com schreibt Sebastian über Indonesien. Er liebt es zu reisen, Sport zu treiben und scharf zu essen. Bevorzugt zieht es ihn in die Natur. Hier auf vielleicht.de gibt er Tipps, wie wir unsere Reisen nachhaltiger und klimafreundlicher gestalten können.

Die Welt ruft und in unserem Urlaub wollen viele vor allem eins: weit weg. Ins Warme, ins Unbekannte, ins Abenteuer. Dem Alltag für eine Weile entkommen. Was wir gern dabei vergessen: Reisen hat nicht nur positive Effekte. Steigst du zum Beispiel ins Flugzeug, dann treibst du bereits damit den eigenen CO2-Fußabdruck ganz schön in die Höhe.

Keine Sorge, wer nachhaltig und klimafreundlich leben möchte, muss nicht komplett auf das Reisen verzichten. Auch wenn motorisierte Transportmittel und allen voran das Flugzeug natürlich eine Belastung für unsere Umwelt darstellen. Aber ein bewusster und reflektierter Umgang mit dem Thema hilft dabei, deinem Nachhaltigkeitskarma-Konto etwas Gutes zu tun.

Damit du deine nächste Reise dennoch in vollen Zügen genießen kannst, geben wir dir hier acht einfache Tipps, um nachhaltiger und klimafreundlicher zu reisen.

Nachhaltig Reisen

8 Tipps für nachhaltiges Reisen

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Fliege weniger (oder gar nicht)

Getreu der Reihenfolge „vermeiden, reduzieren, kompensieren“ kannst du dir immer zuerst die Frage stellen, ob du nicht bei der einen oder anderen Reise auf einen Flug verzichten kannst. Klar, wenn du schon immer einmal nach Neuseeland wolltest, dann musst du dich nicht auf eine dreimonatige Odyssee mit dem Segelboot begeben. Obwohl – wenn ich so darüber nachdenke – warum eigentlich nicht?

Nur manchmal kann es durchaus Sinn ergeben. Vielleicht kannst du aus zwei geplanten Kurzreisen mit Flügen eine etwas längere Reise basteln. Schon hast du zwei Flüge gespart. Vielleicht gibt es auch einen Bus oder einen Zug in deinem Zielort.

Denn leider ist gerade das Fliegen mit einer enormen CO2-Belastung behaftet. In einer Studie von den Wissenschaftlern Seth Wynes and Kimberly Nicholas wurde es daher als eine der sechs besten Möglichkeiten, CO2 zu sparen, aufgeführt.

Klimafreundlich Reisen – Fliegen

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Nachhaltig Reisen

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Reise langsam

Auch langsames Reisen hilft dir dabei, etwas nachhaltiger zu sein. Warum? Je weniger du von einer Destination zur nächsten hetzt, desto weniger Transportmittel musst du nutzen. Schon fällt dein CO2-Fußabdruck wieder etwas geringer aus.

Auch ist es so viel einfacher, einen wirklichen Eindruck von Land und Leuten zu gewinnen. Und zwar entspannt und ohne Stress. Bleibe lieber zwei Wochen oder länger an einem Ort und seiner Umgebung, als alle zwei bei drei Tage ein neues Lager aufzuschlagen.

Du wolltest schon immer den Banana Pancake Trail in Südostasien bereisen? Wenn du überall nur wenige Tage bleibst, um dann weiterzufliegen, dann wird das nicht nur unnötig stressig, sondern du lernst auch keine Gegend wirklich kennen.

Zitat Richard Katz: Nur langsame Reisen lohnen. Die Reisezeit verhält sich zum Reiseziel wie die Hoffnung zur Enttäuschung.

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Suche dir nachhaltige Unterkünfte

Unterkunft ist nicht gleich Unterkunft. Nicht alle Hotels interessieren sich dafür oder bemühen sich darum, umweltfreundlich zu sein. Manche Gastgeber engagieren sich aber in vielen Bereichen. Sei es bei der Müllvermeidung oder -entsorgung, beim Wassersparen durch einen geringeren Energieverbrauch, durch einen eigenen Garten mit Obst und Gemüse, bei der Unterstützung von Umweltprojekten vor Ort oder etwas anderem.

Wenn du möchtest, kannst du genau diese Art des Tourismus unterstützen, der die Natur und lokale Bevölkerung schätzt und nicht nur auf Gewinne aus ist.

Nachhaltige Unterkünfte erkennst du oft daran, dass sie etwas wie Eco, Green oder Nature im Namen haben. Auch die Preise sind dafür nicht unbedingt teurer als bei anderen Unterkünften.

Leider gibt es auch hier einige schwarze Schafe, die von dem steigenden Interesse an nachhaltigen Reiseangeboten profitieren wollen und mehr Schein als Sein darstellen. Aber eine kleine Recherche im Internet oder die Frage nach Empfehlungen von Freunden können hierbei helfen.

Hier findest du nachhaltige Unterkünfte: Bookdifferent.com, Goodtravel.de, Forumandersreisen.de, Bookitgreen.de.

Reisen – Nachhaltige Unterkünfte
Nachhaltig Reisen – Fahrrad

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Erkunde die Umgebung zu Fuß oder mit dem Rad

Egal, wo du bist: Frisch am Reiseziel angekommen, kannst du auch ohne motorisierte Transportmittel auf Erkundungstour gehen. So verschaffst du dir einen Überblick und kommst vielleicht mit Einheimischen ins Gespräch – und die haben immer die besten Insider-Tipps.

Mit dem Rad kannst du mehrere Tagestrips planen. Zwar bist du dann langsamer als mit dem Mietauto oder dem Bus, kommst aber wie beim Wandern an Ecken, die vielen sonst unerschlossen bleiben. Außerdem hältst du dich so natürlich auch körperlich fit.

Übrigens, eine super Möglichkeit auch ohne große Reiseplanung eine Stadt oder auch das Land kennenzulernen, ist Geocaching. Das klingt vermutlich ziemlich nerdig, macht aber jede Menge Spaß und führt dich oft zu sehr schönen Ecken, die du sonst nie entdeckt hättest. Das ist auch super, um Kinder zum Rausgehen zu motivieren. Denn es klingt auch einfach besser als „Lass uns spazieren gehen“.

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Es muss kein Helikopter-Flug sein

Wie bei den Unterkünften gibt es auch Aktivitäten, die nachhaltiger sind als andere. Klar, wenn es dein Lebenstraum war, einmal mit dem Helikopter über Patagonien zu fliegen, dann musst du diesen Traum jetzt nicht platzen lassen. Bedenke aber, dass auch deine Aktivitäten einen Einfluss auf die Umwelt haben.

Denn generell gibt es weltweit immer unzählige Möglichkeiten für verschiedenste Aktivitäten mit geringem Umwelteinfluss. Vielleicht muss es nicht jeden Tag eine Quad-Tour sein. Auch eine Radtour, ein Koch-Workshop zur lokalen Küche, relaxen am Strand oder Wassersport – wenn es nicht gerade Jetski ist – sind super Alternativen.

Auch hier ist vor allem eines wichtig: Reflektiere einfach kurz, wie nachhaltig eine Aktivität ist. Verzichte gegebenenfalls einmal mehr, nicht unbedingt komplett. Sei dir deiner Entscheidung aber bewusst.

Klimafreundlich Reisen
Nachhaltig Reisen – Konsum

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Weniger und nachhaltiger konsumieren

Egal, ob beim Essen, beim Kulturprogramm oder beim Shoppen von Souvenirs: Du hast fast immer eine Wahl. Je öfter du dich für nachhaltige Optionen entscheidest, desto besser. Richtig viel CO2 sparst du, wenn du beim Essen auf Fleisch verzichtest. Auch hier musst du nicht auf das Nationalgericht gänzlich verzichten. Sieh es so: Für jede Mahlzeit ohne Fleisch sammelst du ordentlich Nachhaltigkeitspunkte.

Ein Klassiker, um weniger Plastik zu verbrauchen: Nutze Refill-Möglichkeiten, um deine Wasserflasche aufzufüllen. In einigen Regionen wie zum Beispiel auf Bali ist das bereits gang und gäbe. Auch kannst du beim Bestellen deiner Kokosnuss auf den Plastikstrohhalm verzichten und außerdem – wie in Deutschland – beim Einkaufen auch auf die Plastiktüten.

Viele Orte weltweit haben mit einem ernstzunehmenden Müllproblem zu kämpfen. Zu viel landet im Meer und wird strömungsabhängig an den schönsten Stränden angespült. Einige NGOs und Regierungen nehmen sich auch in Entwicklungsländern des Problems an. Wusstest du, dass du auch aus Strandgut wunderschöne und vor allem individuelle Souvenirs basteln kannst?

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Nimm an einem Volunteering-Programm teil

Du möchtest deiner Reise einen tieferen Sinn geben? Neues lernen, klimafreundlich reisen, soziale Projekte oder Umweltorganisationen unterstützen? Einige NGOs bieten Volunteering-Programme an, wo du selbst mit anpacken kannst.

Die Auswahl solcher Programme ist riesig. Leider kennt man sie nur allzu selten. Zu oft bekommen sie nicht die mediale Aufmerksamkeit, die sie verdient hätten. Eine Auswahl unterschiedlicher Volunteering-Möglichkeiten für Indonesien findest du zum Beispiel hier.

Außerdem findest du auch bei Online-Anbietern wie Workaway, WWOOFing oder Helpx viele kleinere Projekte auf der ganzen Welt, die nach freiwilligen Hilfsarbeitern gegen Unterkunft und Verpflegung suchen. So lernst du eine Region auf ganz eigene Art und Weise kennen. Wie nachhaltig der jeweilige Host ist, musst du selbst anhand der Beschreibung einschätzen. Es sind aber unzählige unterstützenswerte Projekte dabei.

Nachhaltig Reisen – Volunteering
CO2-Ausstoß kompensieren

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CO2-Ausstoß kompensieren

Die bisherigen Möglichkeiten haben vor allem darauf abgezielt, wie du Umweltbelastungen beim Reisen vermeiden oder reduzieren kannst. Es gibt aber noch eine dritte Möglichkeit: CO2-Kompensation. Diese solltest du aber eher als Ergänzung für klimaneutrales Reisen und nicht nur als Freifahrtschein gegen das schlechte Gewissen verstehen.

Also wie funktioniert das? Du ermittelst bei einem Anbieter wie Myclimate oder Atmosfair deine CO2-Belastung, die bei deiner Fernreise entstanden ist. Dabei wird ein Kompensationsbetrag berechnet, den du spenden kannst. Mit dem Geld wird dann ein Umweltprojekt unterstützt, wodurch CO2-Emissionen gespart werden. Der zu zahlende Betrag ist so hoch, dass du deine CO2-Belastung kompensieren kannst. Daher der Name.

Außerdem kannst du bei der Buchung deiner nächsten Unterkunft auch einen Anbieter wie bookdifferent nutzen. Die Plattform zeigt dir Unterkünfte, die du auch bei booking.com finden würdest. Durch die Buchung über bookdifferent erhalten sie aber eine Provision von booking.com. Einen Teil davon spenden sie an nachhaltige Projekte.

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Elektroautos Nachhaltigkeit

Elektroautos: Nachhaltigkeit auf unseren Straßen

Elektroautos: Nachhaltigkeit auf unseren Straßen

Kai Domroese

Kai Domroese

Seit April 2010 betreibt Kai die Seite Mein-Elektroauto.com, eine Informationsseite über Elektromobilität und regenerative Energiequellen. Hier auf vielleicht.de erklärt er, warum die Vorurteile gegenüber Elektroautos längst überholt sind.

Erst seit einigen Jahren ist Elektromobilität zum großen Trendthema avanciert. Eigentlich komisch. Denn das Elektroauto gibt es in Deutschland bereits seit 1888. Damals wurde es von der Maschinenfabrik A. Flocken in Coburg produziert. Erst später haben sich die PKW mit Benzin- und Dieselmotoren durchgesetzt. Danach gab es immer wieder Phasen, in denen Elektroautos angeboten wurden. Dies war vor allem dann der Fall, wenn der Öl-Preis deutlich anstieg.

Seit dem Jahr 2010 sind die rein elektrisch angetriebenen Autos langsam wieder auf den Markt gekommen, allerdings gibt es gerade in Deutschland viele Vorbehalte gegenüber Elektroautos. Eines der gängigen Vorurteile: sie seien teuer und ihre Reichweite sehr gering. Dies mag vielleicht im Jahr 2000 noch der Fall gewesen sein. Doch die Entwicklung schreitet voran: Mittlerweile bekommt man schon für 23.000 Euro ein Elektroauto mit einer Reichweite von rund 400 Kilometern!

Naachhaltigkeit von Elektroautos

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Elektroauto nachhaltig laden

Darum sind Elektroautos nachhaltiger als PKW mit Verbrennungsmotoren

Im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren stoßen Elektromobile keine Schadstoffe aus. Wer sein E-Auto aus regenerativen Energiequellen auflädt, kann von sich behaupten, dass er wirklich etwas für die Klimabilanz tut.

Wer ein Haus besitzt, kann mit einem Elektroauto noch viel mehr für das Klima (und seinen Geldbeutel) tun. Mittlerweile sind Photovoltaikanlagen und stationäre Energiespeicher deutlich günstiger als früher. Den tagsüber erzeugten Strom kann man in einer stationären Batterieeinheit speichern und so sein Elektroauto auch nachts aufladen.

Auch können rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge auf Dauer dabei helfen, dass man viel Geld sparen kann. Denn ein Stromer benötigt viel weniger Teile als ein Auto mit einem Verbrennungsmotor und ist dadurch viel wartungsärmer. Wer schon einmal die Kupplungsscheibe, die Wasserpumpe oder den Katalysator wechseln lassen musste, hat dann viel Geld in der Werkstatt gelassen. Alleine der Tausch der Kupplungsscheibe schlägt mit Arbeitsstunden mit etwa 1.300 Euro zu Buche.

Gleichzeitig sorgen Elektromobile dafür, dass die Mobilität in Deutschland viel angenehmer wird. Denn sie fahren viel leiser, da der Elektromotor nicht so viel Krach erzeugt. So kann der Innenstadtverkehr viel leiser werden.

Elektroauto Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit Elektroautos

Manche Kritiker sagen, dass es mit der Nachhaltigkeit von Elektroautos nicht weit bestellt sei, da die Batterieeinheit nicht so lange hält. Allerdings war dies eher bei den alten Blei-Akkus der Fall. In der Regel setzen die Autohersteller auf Lithium-Ionen-Akkumulatoren, diese sind viel langlebiger und verkraften auch viel mehr.

Gleichzeitig bieten viele Autobauer eine lange Garantie auf den Stromspeicher, diese beträgt dann fünf oder sogar acht Jahre. Falls dann nach vielen Jahren die Batterieeinheit doch mal ausgetauscht werden muss, wird die alte nicht einfach weggeworfen: Oft kann die Batterie noch in stationären Energiespeichern von regenerativen Energiequellen eingesetzt werden.

Und falls man sich einmal nicht sicher ist, ob man wirklich mit einem Elektroauto seine meisten Fahrwege meistern kann, besteht die Möglichkeit, zunächst mal ein Elektroauto von einem Autohaus zu leihen oder es von einem anderen Anbieter zu mieten.

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Nachhaltiger Konsum – richtig einkaufen

Nachhaltiger Konsum: Richtig einkaufen.

Nachhaltiger Konsum: Richtig einkaufen.

Maurice Green

Maurice Green

Mit wegreen.de betreibt Maurice die größte Produktsuchmaschine für nachhaltigen Konsum. Seit über 7 Jahren hilft seine Nachhaltigkeits-Ampel bei guten Kaufentscheidungen. Hier auf vielleicht.de schreibt er über die Dinge, auf die man wirklich achten sollte, wenn man die Welt ein bisschen besser machen möchte.

Nachhaltig leben.

Inzwischen hat vermutlich jeder schon mal das Wort Nachhaltigkeit gehört, und viele Menschen versuchen, ihren Beitrag für eine bessere Welt zu leisten. Zum Beispiel rühmen wir uns in Deutschland gerne, den Müll zu trennen oder Plastiktüten zu vermeiden. Andere Dinge haben jedoch einen deutlich stärkeren Einfluss. Zum Beispiel die Wahl des Transportmittels oder des Stromanbieters oder – wie es einige Forscher behaupten – unser Bankkonto. Denn Banken investieren das Geld auf unserem Konto oft in Dinge, die wir als Bürger niemals unterstützen würden.

Den weitaus größten Einfluss hat aber unser täglicher Konsum von Lebensmitteln, Kleidung, Elektronikgeräten und allen möglichen Haushaltsprodukten. Dabei ist gar nicht die Entsorgung der entscheidende Punkt, sondern der Herstellungsprozess und die Nutzung.

Nachhaltiger Konsum

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Der Siegel-Dschungel.

Wie können wir nun herausfinden, ob Produkte unter Bedingungen hergestellt werden, die gut sind für Mensch und Natur? Leider ist das gar nicht so einfach. Allein in Deutschland gibt es über 400 Siegel und Organisationen, die die Nachhaltigkeit von Produkten oder Herstellern bewerten. Und davon sind bestimmt nicht einmal die Hälfte wirklich seriös. Inzwischen haben die Marketingabteilungen das Thema für sich erkannt, und jede Marke versucht, ihre Produkte als grün zu verkaufen. Da kann man als Verbraucher schon mal schnell den Überblick verlieren bzw. es stellt sich die Frage, auf welche Siegel man denn nun wirklich achten sollte.

Nachhaltiger Konsum – Siegel
Nachhaltiger Konsum Unternehmen

Außerdem ist nachhaltiger Konsum vielschichtig. Einige Siegel konzentrieren sich zum Beispiel nur auf Teilaspekte wie Tierschutz, Energieeffizienz oder Klimafreundlichkeit. Neben den Siegeln gibt es auch zahlreiche NGOs, Verbraucherschutzorganisationen oder inzwischen sogar Rating-Agenturen, die ganze Unternehmen überprüfen. Diese ganzheitliche Überprüfung macht Sinn, denn beim Kauf eines neuen Kühlschranks kann es durchaus passieren, dass der Kühlschrank zwar ein Umweltsiegel trägt, aber von einem Hersteller stammt, der Atomkraftwerke baut.

Diese Informationen werden glücklicherweise immer transparenter und genauso, wie man zum gläsernen Kunden wird, können auch die Unternehmen ihre Aktivitäten immer weniger verbergen. Bald wird sogar eine Nachhaltigkeitsberichtspflicht eingeführt. Nur leider sind diese vielen Informationen noch sehr unübersichtlich. Worauf sollte man also achten?

Nachhaltiger Konsum muss ganzheitlich betrachtet werden.

Jeder hat einen Nachhaltigkeits-Aspekt, der ihm am wichtigsten ist, wie zum Beispiel Menschenrechte beim Herstellungsprozess oder gesunde und ökologische Inhaltsstoffe. Unterm Strich sollten aber alle Aspekte des nachhaltigen Konsums berücksichtigt werden. Man spricht von den 3 Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales.

Inzwischen wird aber eher in 8 Kategorien bewertet. Die Auswirkungen auf die Umwelt spielen dabei eine zentrale Rolle. Ressourcenverbrauch ist seit jeher ein Kernpunkt von nachhaltigem Wirtschaften.

8 Kriterien für Nachhaltigen Konsum
Nachhaltiger Konsum – Herstellung

Auch die Klimaverträglichkeit ist wie die Umweltverträglichkeit eine Unterkategorie des Ökologischen. Da der Klimawandel zu einem der wichtigsten Themen unserer Zeit geworden ist, wird dieser Aspekt inzwischen meist gesondert betrachtet.

Die soziale Nachhaltigkeit teilt sich auf in die interne und externe. Unter interner Nachhaltigkeit versteht man die Auswirkungen auf die Mitarbeiter eines Herstellers und die Arbeitsbedingungen. Unter externer Nachhaltigkeit versteht man die Auswirkungen auf die Gesellschaft: also alle anderen vom Herstellungsprozess Betroffenen, wie bspw. Anwohner, Zulieferer oder die Gesellschaft als Ganzes.

Die ökonomische Nachhaltigkeit wird oft vergessen: Die Produkte müssen auch für die Konsumenten bezahlbar sein, und das Unternehmen kann nur weiter existieren, wenn es eben langfristig nachhaltig wirtschaftet.

Spätesten seit den ganzen Lebensmittelskandalen und dem Boom der ökologischen Landwirtschaft ist eine weitere Dimension hinzu gekommen: Gesundheit. Ein gesunder Lebensstil muss nicht zwangsläufig ein nachhaltiger sein und umgekehrt. Aber inzwischen werden die beiden Themen oft zu Recht miteinander verknüpft.

Und dann gibt es noch die Kommunikation. Dabei geht es zum einen um die Transparenz mit der ein Unternehmen über seine Aktivitäten berichtet. So gibt es zum Beispiel Unternehmen, die Greenwashing betreiben und lediglich behaupten, nachhaltig zu sein. Und es gibt die ehrlicheren, die aufrichtig einen Zustand beschreiben, der aber meistens noch nicht ausreicht, um zum Beispiel die Klimaziele von Paris zu erreichen.

Zu guter Letzt geht es noch um die Reputation des Unternehmens, also die Frage, wie andere über das Unternehmen sprechen – speziell Medien und NGOs haben dabei mit den durch sie aufgedeckten Skandalen einen enormen Einfluss auf die Reputation von Marken.

Nachhaltiger Konsum

Wer bewertet eigentlich?

Nun weiß man zwar, worauf geachtet werden soll. Aber es besteht immer noch das Problem, dass enorm viele verschiedene Arten existieren, Nachhaltigkeit zu bewerten. Und dass natürlich auch wichtig ist, wer denn überhaupt die Bewertung vornimmt und ob man dieser Institution trauen kann. Lobbyismus und die Beeinflussung von Forschung lassen uns zu Recht skeptisch werden.

Zunächst sollte man beim nachhaltigen Einkaufen auf sein Bauchgefühl hören und sich fragen, ob das Siegel oder die bewertende Organisation glaubwürdig sind. Bei Umweltschutzorganisationen denken die meisten vermutlich, dass deren Aktionen ernst gemeint sind, wohingegen ein wissenschaftlich daherkommendes Institut oft schon suggeriert, dass Unternehmensgelder dahinterstecken. Wenn man das genauer wissen will, kann man natürlich überprüfen, ob das Siegel oder die Organisationen wirklich seriös sind. So gibt zum Beispiel der Deutsche Rat für Nachhaltige Entwicklung einen Einkaufsratgeber heraus, der die wenigen guten Siegel erklärt und empfiehlt.

Außerdem sollte man noch darauf achten, wie aktuell die Bewertungen sind. Im Nachhaltigkeitsbereich tut sich viel, und ein Unternehmen, das letztes Jahr noch Negativschlagzeilen gemacht hat, kann heute schon deutlich besser sein. Wenn man es ganz genau wissen will, könnte man auch einfach mal nachforschen oder nachfragen. Zum Beispiel, wie genau die Bewertung zustande gekommen ist, ob ein genauer, quantifizierbarer Kriterienkatalog dahintersteckt oder ob diese Informationen überhaupt zugänglich sind.

Die Nachhaltigkeits-Ampel schafft Transparenz.

Da es enorm aufwendig wäre, all diese Informationen vor jeder Kaufentscheidung einzuholen, haben wir bei wegreen.de die Nachhaltigkeits-Ampel entwickelt. All die oben beschriebenen Aspekte wurden in ihr berücksichtigt. Alle vorhandenen Daten werden gesammelt und in einem automatischen Bewertungsalgorithmus zusammengefasst. So kann man auf den ersten Blick erkennen, ob ein Produkt gut, schlecht oder mittelmäßig ist. Sofern man sich für die Details interessiert, werden alle Bewertungen erklärt und aufgelistet. Oder sofern das gewünschte Produkt mal nicht so nachhaltig ist, werden grünere Alternativen empfohlen. Und die müssen nicht unbedingt teurer sein. Auf wegreen.de findet sich die weltweit größte Produktdatenbank für nachhaltiges Einkaufen und ein Zusammenhang zwischen Preis und Ampelfarbe ist nicht wirklich zu erkennen. Also kann nachhaltiger Konsum letztendlich doch wieder einfach und langfristig sogar günstiger sein!

Nachhaltigkeits-Ampel

MIT ÖKOSTROM 2,3 TONNEN CO2 IM JAHR SPAREN.1


Nachhaltiger Umgang mit Wasser

Nachhaltiger Umgang mit Wasser.

Nachhaltiger Umgang mit Wasser.

Kaya-Line Knust

Kaya-Line Knust

Kaya-Line Knust, Gründerin von “Stop the water while using me!” über den nachhaltigen Umgang mit Wasser und die Idee hinter ihrer Biokosmetik-Marke.

Wasser ist unsere wertvollste Ressource.

Die Erde ist zu 75 % von Wasser bedeckt, aber nur rund 3 % sind nutzbar. Weil jeder Mensch ein Recht auf Wasser hat, wollen wir darauf aufmerksam machen, es sparsam zu verwenden. Und wir wollen mit unseren Naturkosmetik-Produkten von „Stop the water while using me!“ dafür sorgen, dass es sauber bleibt.

Wasser sparen

Die Idee.

Die Idee zur Marke hatte ein kleines, kreatives Gespann aus Hamburg, das etwas gegen die Wasser- und Ressourcenverschwendung auf der Welt tun wollte. Und das mit einer einprägsamen Message auf einem hundertprozentig natürlichen Produkt. Dass schließlich „Stop the water while using me!“ das Licht der Markenwelt erblicken würde, hätten wir uns damals nie erträumt. Doch wir haben es tatsächlich geschafft, uns mit unserer einzigartigen Message international Gehör zu verschaffen. Mittlerweile sind wir weltweit in den tollsten Stores und Hotels erhältlich – von Hongkong bis New York. Aber es ist eben nicht nur unser Markenname, der für Aufsehen sorgt, sondern auch unsere Inhaltsstoffe. Wir verwenden für unsere Pflegeserie ausschließlich die besten Essenzen und Öle, die die Natur zu bieten hat.

Achtsamer Umgang mit Ressourcen.

Wir halten nichts von Diktaten. Uns ist wichtig, dass jeder selbst und frei entscheiden darf, wie er mit unseren Ressourcen umgehen möchte. Unser Ziel ist es aber, eine bewusste Entscheidung zu begünstigen. Wir wollen nur zum Innehalten und Nachdenken anregen. Wenn sich dann jemand für einen ressourcenschonenden Umgang entscheidet, haben wir unser Ziel absolut erreicht. Das fasziniert mich jeden Tag aufs Neue, denn selbst ein simpler, kleiner Reminder wie unserer funktioniert: Die Menschen erzählen uns, dass sie im Umgang mit unserer wertvollen Ressource achtsamer und rücksichtsvoller geworden sind. Das ist einfach großartig! Und es untermauert meine Überzeugung: Wenn jeder auch nur einen kleinen Beitrag leistet, sind wir imstande, Großes zu bewegen!

Stop the water while using me

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Kaya-Line Knust - Nachhaltiger Umgang mit Wasser

Die Konsequenzen unseres Handelns verstehen.

Ich bin in einer Hippie-Kommune mitten im norddeutschen Land aufgewachsen. Ein sorgsamer Umgang mit der Umwelt wurde mir damals quasi in die Wiege gelegt und er ist noch heute unabdingbar für mich. Schon damals haben wir zu Hause reine Naturkosmetik benutzt, weil es eben nicht nur für einen selbst besser und gesünder ist, sondern auch für die Umwelt. Außerdem hatten wir kein fließend Wasser, sondern einen selbst gegrabenen Brunnen im Garten. Das schärft die Sinne für den Umgang mit Ressourcen und wie viel man davon eigentlich wirklich nur braucht. Ich habe früh gelernt, dass sich im Leben viel um das Thema Achtsamkeit dreht: also Achtsamkeit mit den Mitmenschen und dem eigenen Körper und ganz selbstverständlich auch mit der Natur. Wir alle müssen lernen zu verstehen, welche Konsequenzen unser Handeln im täglichen Leben nach sich zieht. Und achtsam damit umgehen.

Initiative für sauberes Wasser.

Wassersparen ist uns natürlich wichtig. Aber fast noch wichtiger ist es für uns, der einen Milliarde Menschen zu helfen, die keinen Zugang zu sauberem und sicherem Wasser haben. Das möchten wir ändern. Und haben deshalb die Initiative GOOD WATER PROJECTS gegründet. Ziel der Initiative ist es, sauberes Wasser dort zugänglich zu machen, wo es keines gibt. Seit unserer Gründung konnten wir Kinder und Familien in Madagaskar, Kenia und Tansania mit rund 20 Millionen Liter Wasser versorgen. Unsere Initiative wird zu 100 % aus unseren Verkaufserlösen finanziert. Jeder Kunde leistet dadurch einen direkten Beitrag und unterstützt bestehende und zukünftige Projekte.

Nachhaltiger Umgang mit Wasser

Gut für den Menschen und die Natur.

Wir wollen mit dieser Marke weiter wachsen in der Hoffnung, mit unserer Botschaft noch mehr Menschen zu erreichen. Und wir wollen uns dafür einsetzen, dass die Verwendung von Naturkosmetik-Produkten zur Tagesordnung wird. Es geht ja nicht nur ums Wassersparen. Es soll auch bewusst darauf geachtet werden, was man in den Wasserkreislauf zurückgibt. Naturkosmetik ist eben nicht nur für den Menschen gut, sondern vor allem auch für die Natur.

3 Tipps zum Wassersparen

1

Wassersparen im Bad.

Duschen ist besser als Baden. Rauschen nach einem Vollbad rund 150 Liter Wasser durch den Abfluss, sind es bei der Dusche (je nach Duschkopf) nur rund 15 Liter pro Minute. Beim Einseifen den Hahn zudrehen und beim Duschen deutlich unter der Zehn-Minuten-Marke bleiben, lohnt sich also richtig. Übrigens genauso, wie den Mund nach dem Zähneputzen mit einem Becher auszuspülen statt ihn unter den laufenden Wasserhahn zu halten.

Tipp zum nachhaltigen Umgang mit Wasser
Tipp zum nachhaltigen Umgang mit Wasser

2

Wassersparen in der Küche.

Spülmaschinen verbrauchen je nach Nutzung schnell mal 2.000 Liter Wasser pro Jahr. Hier kann man bei einem Neukauf einiges einsparen, wenn man auf die Verbrauchswerte achtet. Auf das Spülen von Hand zu verzichten, ist dann kein Ausdruck von Faulheit, sondern ökologischen Bewusstseins: Eine bis zum Rand gefüllte Spülmaschine verbraucht weniger Wasser als der ständige Abwasch.

3

Wassersparen beim Saubermachen.

Mit der Waschmaschine ist es wie mit der Spülmaschine: Voll beladen ist es am besten. Wer Mitbewohner hat, kann sich hier mit „Wash-Sharing“ zusammentun und muss dann sein Lieblingshemd nicht solo waschen. Beim Saubermachen der Wohnung sollte man nicht mit Hochdruck zu Werke gehen: Hochdruckreiniger verbrauchen stündlich hunderte Liter Trinkwasser. Außerdem kriegen der olle Lappen sowie ein prüfender Blick aus der Nähe so manche Fliese besser sauber.

Tipp zum nachhaltigen Umgang mit Wasser

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Klimafreundlich leben im Alltag

Kleine Schritte, große Wirkung: Klimafreundlicher leben im Alltag.

Kleine Schritte, große Wirkung: Klimafreundlicher leben im Alltag.

Lisa Albrecht

Lisa Albrecht

Lisa ist Betreiberin des Blogs „Ich lebe grün!“. Das Thema ihres Blogs: nachhaltiger Lifestyle. Hier bei uns auf vielleicht.de gibt sie Tipps, wie wir klimafreundlich leben können. Bereits kleine Schritte können dabei viel bewirken.

Klimaschutz – was kann ein einzelner Mensch schon tun?

Immer mehr Menschen möchten heute nachhaltiger und klimafreundlicher leben. Wenn man zurückblickt, wie der Sommer dieses Jahres war, hat man bereits das Gefühl, dass sich der Klimawandel nicht nur auf dem Weg zu uns befindet, sondern bereits da ist. Dieses Problem hat eine globale Dimension und ist nicht ganz greifbar, denn was kann man schon als einzelner Mensch dagegen tun? Ich bin davon überzeugt: jede Menge. Und man muss sich damit gar nicht den ganzen Tag beschäftigen. Oft sind es viele kleine Dinge im Alltag, die man tun kann, um klimafreundlicher und nachhaltiger zu leben. Ich habe einige Tipps zusammengestellt, die einfach umsetzbar und sehr effektiv sind.

Klimafreundlicher leben – Klimawandel

8 Tipps für deinen Alltag

1

Fang einfach an.

Das allererste, was man tun könnte, ist, sich klarzumachen, dass die Umstellung eine spannende Reise zu einem bewussteren und gleichzeitig glücklicheren Leben ist. Und am besten sollte man auch seinen Perfektionismus abschaffen. Niemand ist in der Lage, 100 % klimafreundlich zu leben. Es gibt immer etwas, was nicht optimal läuft. Anstatt sofort aufzugeben, weil man eh nicht sofort alles richtig machen kann, sollte man sich über jeden Schritt in eine nachhaltigere Richtung freuen. Wenn man das beherzigt, klappen weitere Maßnahmen wie geschmiert.

Klimafreundlicher leben – Konsum

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Kauf mal nichts und nutze, was du hast.

Hand aufs Herz: Unser Haushalt ist überfüllt mit Dingen, die wir kaum verwenden. Für jede Herstellung eines Gegenstands werden Ressourcen und Energie verbraucht, die dann nur für unsere Kauflust verschwendet wurden. Günstige Waren, die man einfach kauft, weil sie im Angebot sind, landen oft bereits ein Jahr später wieder im Müll, im Keller oder auf dem Dachboden. Wenn man aber etwas wohlüberlegt kauft, vielleicht sogar einige Nächte zum Nachdenken benötigt, liebt und nutzt man das Angeschaffte sehr lange. Wenn wir dabei nicht nur weniger kaufen, sondern auch auf die Qualität schauen und umweltfreundliche Materialien bevorzugen, leben wir bereits nachhaltiger.

3

Wechsle zum Ökostrom-Anbieter.

In vielen Köpfen ist ein Stromwechsel mit enormem Aufwand verbunden. Aber das ist gar nicht so, es ist einfach. Um gegen den Klimawandel vorzugehen, ist Ökostrom eine sehr wichtige Entscheidung. Wer Ökostrom bezieht, unterstützt automatisch den Ausbau von erneuerbaren Energien und setzt ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit.

Klimafreundlicher leben mit oekostrom

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Wie viel Strom verbrauche ich?

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Klimafreundlicher leben – bewusst essen

4

Esse bewusster.

Würden wir mitzählen, wie oft wir am Tag oder in der Woche Fleisch essen, würde in der Regel eine ordentliche Liste zusammenkommen. Je weniger Fleisch man kauft, umso mehr trägt man zum Klimaschutz und Tierschutz bei. Durch die Tierhaltung entstehen Emissionen, die unsere Umwelt belasten. Der Anbau von Soja als Futtermittel hat den großen Nachteil, dass immer mehr Wälder gerodet werden. Unser Ökosystem gerät in ein Ungleichgewicht, das wiederum den Klimawandel noch schneller vorantreibt. Wenn man neben dem reduzierten Fleischkonsum (oder kompletten Verzicht) regionale und saisonale Lebensmittel bevorzugt, ist ein weiterer klimafreundlicher Schritt im Alltag getan.

5

Überprüfe dein Fahrverhalten.

Nicht immer ist es möglich, auf das Auto zu verzichten. Nicht immer ist es machbar, in den Urlaub mit dem Zug zu fahren. Es ist aber trotzdem möglich, sein Fahrverhalten zu optimieren. Fahrgemeinschaften sparen jede Menge Emissionen ein und können sogar richtig gesellig werden. Kurze Strecken lassen sich wunderbar mit einem Fahrrad bewältigen, völlig emissionsfrei, dabei lebt man auch noch gesundheitsbewusster. Wer längere Strecken regelmäßig fährt, könnte auf die Bahn umsteigen. Auch auf den Urlaub muss man nicht verzichten. Wenn es eine Fernreise mit dem Flugzeug sein soll, dann bitte für mindestens zwei, noch besser drei Wochen. Bei Kurzreisen sollte man am besten auf den Flug verzichten und auf umweltfreundlichere Fortbewegungsmittel wie Bus, Bahn oder ein voll besetztes Auto setzen. Ein Urlaub an der Ostsee oder in den Alpen kann sehr erholsam sein.

Klimafreundlicher fahren
Klimafreundlicher leben – Müll vermeiden

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Produziere weniger Müll.

Zero Waste ist in aller Munde. Was bedeutet das? Mit dieser Lebenseinstellung versucht man, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Zero Waste sorgt also automatisch für eine bessere Umweltbilanz. Wie kann man Müll einsparen? Statt Dinge neu zu kaufen, kann man sie zum Beispiel reparieren (lassen). Wer oft unterwegs einen Tee oder einen Kaffee trinkt, greift zu einem Mehrwegbecher to go. Eine einfache Regel: Mehrweg statt Einweg, gebraucht vor neu. Nervt dich die lästige Werbung im Briefkasten? Ein kleines Schildchen „Bitte keine Werbung einwerfen“ sorgt für eine enorme Papiermülleinsparung.

7

Überdenke deine tägliche Routine.

Wie oft verwenden wir Elektrogeräte, ohne darüber nachzudenken? Wenn wir ganz bewusst mal einen energiefreien Tag einführen, merken wir schnell, was sehr wichtig und was weniger wichtig ist. Zum Beispiel ist ein Wäschetrockner ein ordentlicher Energiefresser. Die Wäsche kann ebenso wunderbar und völlig klimaneutral auf einem Wäscheständer trocknen. Beim Kauf neuer Elektrogeräte sollte man nicht nur auf den Preis, sondern im besten Fall zuerst auf die Energieeffizienz achten. Im Winter ist es auch völlig in Ordnung, wenn man zu Hause einen Pullover anzieht. Eine Zimmertemperatur von drei Grad weniger macht bereits viel aus auf deinem Energiesparkonto. Wird deine Wohnung nicht wirklich warm? Fenster- und Türdichtungen können Wunder wirken.

Klimafreundlicher leben – tägliche Routine
Klimafreundlichkeit im Alltag – kleine Helfer

8

Kleine Helfer, große Wirkung.

Ich denke, die meisten achten bereits darauf, während sie ihre Zähne putzen oder Hände waschen, das Wasser nicht laufen zu lassen. Das Gleiche gilt für das Geschirrspülen mit der Hand. In der Regel sind Geschirrspülmaschinen sparsamer, vor allem, wenn man eine Familie zu versorgen hat. Wasser kann man allerdings noch mehr einsparen, wenn man zu Sparvorrichtungen greift. Diese regulieren zum Beispiel die Wassermenge, sodass man beim Duschen automatisch weniger Wasser verbraucht und somit Ressourcen und Energie einspart. Wer nicht sicher ist, wie viel Strom ein bestimmtes Gerät verbraucht, ist mit einem Stromverbrauchsmesser gut bedient. So kann man unnötige Quellen entdecken und seinen Stromverbrauch weiter senken.

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Luxstream LED Jocic

Luxstream-Geschäftsführer Daniel San Jocic im Interview

Leuchtendes Vorbild: Im Interview mit Luxstream-Chef Daniel San Jocic

Daniel San Jocic

Daniel San Jocic

Daniel San Jocic ist Geschäftsführer des Darmstädter Leuchtmittelherstellers und Beratungsunternehmens Luxstream. Eine Leuchte ist er auch privat: Er pflegt einen ressourcenschonenden und bewussten Lifestyle. Auf Annehmlichkeiten muss er deshalb noch lange nicht verzichten.

Herr Jocic, wie mögen Sie Ihren Kaffee?

Frisch gemahlen, schwarz, etwas Milch. Aber auf gar keinen Fall to go. Das hat nur zum Teil mit Müllvermeidung zu tun. Eher damit, dass ich meinen Kaffee nicht im Laufschritt aus einem Pappbecher trinken will, sondern ihn lieber entspannt im Sitzen aus einer Porzellantasse genieße, in angenehmer Umgebung. Slow Coffee sozusagen.

Das klingt ziemlich trendy. Sehen Sie sich als Umweltschützer?

Ich sehe mich einfach als jemand, der umweltbewusst lebt. Es ist ja im Prinzip ganz einfach: Der Klimawandel ist da, der lässt sich nicht wegdiskutieren. Wir haben alle eine Verantwortung, und ich nehme meine eben wahr, so gut ich kann.

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Wie viel Strom verbrauche ich?

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Wie sieht das aus?

Das ist vielschichtig. Es beginnt bei bewusster Informationsbeschaffung, geht über den Konsum, genauso über das Miteinander und hin bis zum effizienten Zeitmanagement.

Luxstream – Hühnerhaltung

Jetzt spricht der Geschäftsmann in Ihnen. Helfen Sie uns, was tun Sie konkret?

Nehmen wir das Thema Bildung. Ich informiere mich gerne und bin regelrecht wissenshungrig. Das fördert das Bewusstsein. Da ich arbeitsbedingt sehr wenig Freizeit habe, höre ich mir gezielt Podcasts an – etwa die „Lage der Nation“. In diesem Format werden einmal pro Woche die wichtigsten Themen der vergangenen Tage behandelt. Da sollten Sie unbedingt mal reinhören. Das kann ich uneingeschränkt empfehlen. Ich mache das ganz gerne bei der Gartenarbeit oder im Auto, um meine Zeit effizient zu nutzen – was aber nicht heißt, dass ich keine Musik höre.

In Sachen Konsum überlege ich mir genau, was ich brauche, bevor ich etwas kaufe. Wir leben in der Überfluss-Konsumgesellschaft, unser Kaufverhalten hat enormen Einfluss auf unsere Welt. Bei den Lebensmitteln setzen meine Frau und ich so gut es geht auf Regionalität und bio. Wir essen kaum noch Fleisch, und wenn, dann ist das etwas Besonderes, das dann auch entsprechend teurer sein darf. Zudem geht es mir um Respekt vor der Tierwelt. Seit ich weiß, wie Hühner behandelt werden, kommt mir kein Ei mehr ins Haus, das nicht biologisch ist.

Sie verkaufen Leuchtmittel an Großkunden wie Industriebetriebe, Gemeinden oder Schulen. Wie nachhaltig ist das denn?

Sehr. Und mehr als das: Es ist auch wirtschaftlich sinnvoll. Im Industriebereich wird mehr und mehr auf LED umgerüstet. Aus gutem Grund: Unsere Kunden sparen bis zu 80 Prozent der Stromkosten ein. Setzen sie zudem auf eine clevere Steuerung der Beleuchtung, etwa durch Präsenzmelder und Tageslichtsensoren, dann sind es bis zu 95 Prozent. Hier sind schnelle Einsparmöglichkeiten zu realisieren. Mit einer professionellen Lichtplanung kann zudem eine Verbesserung der Beleuchtungssituation erreicht werden. Zwar sind hochwertige LED-Leuchten in der Anschaffung zunächst etwas teurer, in der Gesamtbilanz jedoch bereits nach sehr kurzer Zeit das günstigere Produkt.

LED-Halogen-Vergleich

Wie sieht die Rechnung im Privathaushalt aus?

Ähnlich. Wobei die Einsparungen in Summe hier natürlich viel geringer sind. Das liegt an den relativ wenigen Betriebsstunden, gemessen mit Industriebetrieben, wo die Beleuchtung oftmals mehr als zehn Stunden in Betrieb ist. Doch auch in der Mietwohnung lässt sich ein 50-Watt-Halogenstrahler durch eine 5-Watt-LED-Leuchte ersetzen. Auch hier bedeutet das Faktor 10 weniger.

Das leuchtet ein. Und was leuchtet bei Ihnen zu Hause so?

Da leuchtet relativ wenig. Zumindest von den Lichtern, die man nicht braucht. Ich habe alle Stand-by-Verbräuche verbannt: Als wir unser Haus vor Jahren renoviert haben, hatten wir auch die Elektrik erneuert und über zentrale Schalter einige Steckdosen schaltbar gemacht. Die Schalter erfüllen dieselbe Funktion wie schaltbare Steckerleisten, sind aber eleganter und direkt neben den Lichtschaltern bequemer bedienbar. Was wir nicht brauchen, bleibt konsequent ausgeschaltet. Das gilt auch für unser WLAN. Nachts ist die Kiste aus, da brauchen wir das Signal nicht. Man kann WLAN-Router so programmieren, dass sie sich ein- und ausschalten. Schauen Sie mal bei Ihrem Gerät, das hat sicherlich auch so eine Funktion. Und natürlich haben wir Ökostrom. Bei uns hat das alles total viel Sinn gemacht: Seit dem Umbau und all den Maßnahmen sparen wir an die 30 Prozent an Stromkosten ein.

LED Technologie Luxstream
LUXSTREAM LED Technologie

Sie sind ziemlich konsequent dabei. Ist „vielleicht“ eine Vokabel, die Sie benutzen?

Sicherlich. Dennoch versuche ich, straight zu sein. Mein Handeln orientiert sich an meiner persönlichen Wertedefinition. Jedoch reflektiere ich dies auch konsequent, um nicht stehen zu bleiben und so noch mehr zu bewirken.

Haben Sie auch Schwächen?

Ich benutze Flugzeuge und fliege ein- bis zweimal im Jahr in den Urlaub.

Sind Sie auch mal missionarisch unterwegs?

Oh ja! Und ob ich Leute auf ihr Verhalten anspreche! Ich versuche aber, stets nett und nicht belehrend zu sein.

Jetzt wird’s interessant. Bekommen wir eine Kostprobe?

Neulich saß ich bei einem Geschäftspartner im Wagen, wir warteten auf einen Kollegen und der Motor lief die ganze Zeit durch. Da habe ich ihn gebeten, doch den Motor abzustellen. Er hat das gar nicht böse aufgenommen, sondern war fast dankbar, dass ich ihn erinnert habe. Er hatte es einfach vergessen. Letztlich versuche ich, als gutes Beispiel voranzugehen. Das kommt meistens auch ganz gut an, gefällt aber natürlich auch nicht allen.

Und was macht Ihr Motor im Stand?

Ich habe eine analoge Start-Stopp-Automatik: Im Stau oder an der roten Ampel stelle ich immer den Motor aus. Allerdings habe ich noch einen Diesel aus dem Jahr 2012. In letzter Zeit habe ich mir schon oft überlegt, den Wagen abzuschaffen und mir ein Elektroauto zuzulegen.

Sind Ihre Kunden, die ja LED-Beleuchtung im großen Stil einkaufen, leichter zu überzeugen als Privatleute, wenn es um Umweltschutz geht?

In beiden Fällen müssen sich die Kunden sehr intensiv mit dem Produkt beschäftigen. Bei einem Fernseher ist es jedoch zum Beispiel ganz anders. Hier sieht der Laie schnell, welche Qualität das Produkt hat. Bei der Beleuchtung ist das auf den ersten Blick oft gar nicht ersichtlich. Daher ist es umso wichtiger, dass wir unsere Kunden mit einer sorgfältigen Beratung und Planung unterstützen und so ihre Vorteile aufzeigen.

Ist die LED bedingungslos gut?

Es kommt wie immer darauf an, was man daraus macht. Eine gute Produktqualität ist essenziell, aber nur halb so viel wert ohne die richtige Planung. So ist eine sorgfältige Planung beispielsweise bei Sanierungsmaßnahmen eines Gebäudes von größter Bedeutung. Denn nur so können die richtigen Produkte auch optimal eingesetzt werden und die bestmögliche Wirkung entfalten. Oder denken Sie an diese Kinderschuhe mit blinkenden Lichtern in der Sohle. Da stecken Batterien drin und Elektronik. Die Dinger sind witzig, keine Frage, aber auch fraglos schlecht für die Umwelt. Wie sollen die recycelt werden? Die landen als Elektroschrott doch einfach im Müll. Da frag ich mich schon: Muss das sein? Ich finde, nein.

Luxstream Fön

Worauf verzichten Sie denn so?

Auf den Fön. Der verbraucht für mich persönlich unnötig Strom. Ein Handtuch tut’s genauso. Oder auf Plastiktüten. Wie gesagt, ich setze mich mit meiner Umwelt auseinander und versuche, mit kleinen Veränderungen meinen Beitrag zu einer besseren Zukunft zu leisten.

Und wie schöpfen Sie Kraft für all die Neins?

Ich praktiziere KamiBo, eine Fitness-Sportart, die Tai Chi und asiatischen Kampfsport mit Musik zu einem Workout kombiniert. Zudem mache ich Yoga. Beides schärft das Bewusstsein ungemein. Sich ganz bewusst auf etwas zu konzentrieren, das kann man in ganz vielen Lebensbereichen übernehmen. Wichtig ist aber genauso das persönliche Umfeld und die Beeinflussung von außen.

Herr Jocic, wir danken Ihnen für das interessante Gespräch!

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Nachhaltige Mode

Nachhaltige Mode – 9 Tipps, die Klima und Umwelt schonen.

Nachhaltige Mode – 9 Tipps, die Klima und Umwelt schonen.

Justine Siegler

Justine Siegler

Auf justinekeptcalmandwentvegan.com schreibt Bloggerin Justine über vegane Mode, Fair Fashion, Nachhaltigkeit und vegane Rezepte. Hier bei uns gibt sie viele hilfreiche Tipps, wie ihr mit nachhaltiger Mode euren Kleiderschrank umwelt- und klimafreundlicher gestalten könnt.

Öko-Kleidung sieht längst nicht mehr "öko" aus.

Nachhaltige Mode tut sich teilweise schwer, das Kartoffelsack-Image abzuschütteln. Denn mit Öko-Kleidung verbinden viele Menschen noch immer das Hippie-Top und die braune Walla-Walla Hose. Dass Öko-Kleidung längst nicht mehr „öko“ aussieht und warum es so wichtig ist, dass wir alle mehr Bewusstsein in unseren Kleiderschrank kriegen, darüber kläre ich heute ein wenig auf. Nachhaltige Kleidung fängt bei chlorfrei gebleichten Jeans ohne Plastikknopf an und sie hört beim weißen, fairen Bio-Baumwoll-Shirt auf. Doch alles der Reihe nach.

Nachhaltige Mode

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Nachhaltige Mode Produktion

Pestizide: Vom Feld auf unsere Haut.

Was ist eigentlich nachhaltig und was nicht? Betrachten wir mal ein ganz gewöhnliches Baumwoll-Shirt. Baumwolle ist sehr beliebt in der Bekleidungsindustrie und ist an sich nicht schlecht. Doch was alles hinzugefügt wird, damit aus der Pflanze ein Shirt wird, ist leider alles andere als nachhaltig. Bereits beim Baumwollanbau ist der Einsatz von unsachgemäß vielen Pestiziden gang und gäbe, danach folgen chemisch-synthetische Behandlungen in der Weiterverarbeitung. Als sei es nicht schlimm genug, dass der Anbau die Böden völlig auslaugt und verseucht, leidet im gleichen Zuge auch die Gesundheit vieler Menschen, deren Arbeitsplatz und Lebensraum von Pestizidbelastung geprägt ist. Es wird geschätzt, dass alleine in der Baumwollproduktion über 500 Millionen Menschen deren Giften ausgesetzt sind.

Diese Belastung endet hier jedoch nicht, sie betrifft auch den Endkunden. Denn was tragen wir auf unserer Haut? Die Pestizide und die chemischen Zusatzstoffe sind nicht plötzlich verschwunden, wenn sich Baumwolle in das Shirt verwandelt, das wir tagtäglich auf unserer Haut tragen. Auch wenn es nur sehr sensible Menschen und Allergiker spüren: Chemie auf der Haut zu tragen, ist für jeden schädlich. Alles, was auf unserer Haut landet, dringt im Endeffekt in unseren Körper ein.

Der Teufelskreis der Kunstfasern.

Nachhaltigkeit in der Bekleidungswelt hat so viele Aspekte, und ich möchte gerne noch einen weiteren ansprechen. Während noch vor einigen Jahrzehnten alles Natur pur war und man Plastik weder im Haushalt noch auf der Kleidung kannte, steckt heutzutage in vielen Kleidungsstücken Plastik: beispielsweise versteckt unter den Namen Polyacryl, Polyester, Polyamid (Nylon). Pullis, Cardigans, Knöpfe, Reißverschlüsse, und Fleecejacken sind nur einige wenige Beispiele.
Wenn diese Kleidung dann in der Waschmaschine gewaschen wird, gehen winzige Plastikpartikel namens Mikroplastikpartikel in das Abwasser ab. Bei jeder Wäsche lösen sich hunderttausende winzige Fasern aus der Kleidung. Vom Abwasser gelangen die winzigen Partikel in Kläranlagen und auch dort können die winzigen Kunststoffteilchen kaum herausgefiltert werden. Ihre Reise geht dann also weiter in offene Gewässer und letztendlich ins Meer, wo sie den Lebensraum vieler Tiere bedrohen. Mit Klärschlamm können die kleinen Plastikpartikel auch auf Felder gekippt werden und sind somit in unseren Böden. Es entsteht ein Teufelskreis aus Plastik.

Wenn man überlegt, wie viele Waschmaschinen auf dieser Welt laufen und Kleidung waschen, die Plastik enthält, dann ist das schon bedenklich. Denn das alles summiert sich und schadet der Umwelt und somit letztendlich wieder uns Menschen immens.

Doch was kann man heute konkret tun, um seinen Kleiderschrank nachhaltiger zu gestalten?

Nachhaltige Mode Biokleidungsstuecke

Hier ein paar Einsteigertipps:

1

Bio-Kleidung kaufen.

Wenn uns und der Umwelt Pestizide nicht gut tun, dann am besten beim Neukauf von Kleidung darauf verzichten und auf zertifizierte Bio-Kleidung zurückgreifen. Hier können wir sicher sein, dass keine umweltschädlichen Gifte eingesetzt wurden.

Biokleidung – nachhaltige Mode
Tipp - natürliche Materialien

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Natürliche Materialien.

Plastikfreie Kleidung ist hier das Stichwort. Im besten Fall besteht der Kleiderschrank überwiegend aus Naturtextilien, dazu gehören beispielsweise Baumwolle, Tencel, Leinen und Hanf. Wusstet ihr, dass Hanf einer der nachhaltigsten Rohstoffe ist? Die Hanfpflanze wächst überdurchschnittlich schnell und braucht sehr wenig Wasser.

3

Waschsack, um die Umwelt vor Mikroplastikpartikeln zu schützen.

Auch wenn man darauf achtet, nur noch Kleidung aus Naturfasern zu kaufen, landet vielleicht doch hin und wieder ein Stück mit einem kleinen Kunstfaseranteil in der Garderobe. Davon abgesehen gibt es ja auch noch die Sachen, die man schon besitzt. Diese Sachen dann nach dem Tragen nie wieder zu waschen, um der Umwelt nicht zu schaden, könnte bei Mitmenschen zu wenig Freude führen und ist somit nicht die ideale Lösung.

Es gibt mittlerweile bereits spezielle Waschsäcke, in die man die Kleidung füllen kann und die dank des durchdachten Materials helfen, keine Mikroplastikpartikel in die Waschmaschine abzugeben.

Tipp Mikroplastikpartikel
Nachhaltige Mode

4

Kleidung fertig tragen.

Es geht nicht nur darum, dass Teile, die neu in den Kleiderschrank einziehen, bio sind, sondern auch darum, von vornherein weniger zu kaufen und die Sachen, die man schon hat, auszutragen. Alte, gute Kleidung wegzuwerfen, ist auch keinesfalls nachhaltig.

5

Kleidung aufpimpen.

Dir gefällt ein Teil nicht mehr so gut, die Qualität ist aber noch richtig toll? Dann könntest du dir überlegen, den altmodischen Blazer kürzen zu lassen und mit einer Schleife aufzuhübschen. Ein Patch auf die Jeans zu bügeln oder dem Pulli eine neue Farbe zu verpassen, sind nur zwei von unendlich vielen Möglichkeiten, deiner Kleidung neues Leben einzuhauchen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und man kann sich wieder neu in alte Teile verlieben.

Nachhaltige Mode – Upcycling
Nachhaltige Mode: verkaufen und verschenken

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Kleidung verkaufen und verschenken.

Es ist nicht nachhaltig, Kleidung, die man gar nicht mehr tragen möchte oder die nicht mehr passt, wegzuwerfen. Die nachhaltigere Option ist, die Sachen an Menschen weiterzugeben, die sie gerne tragen möchten. Man kann ganz einfach alles, was man aussortiert hat, auf Online-Plattformen oder auf Flohmärkten verkaufen oder das eine oder andere Stück an Freunde verschenken. Die Sachen zu spenden, ist natürlich ebenfalls sinnvoll.

Fakt ist: Jedes Teil, das weiterverwendet und nicht weggeworfen wird, ist nachhaltig, weil es den Neukauf ersetzt.

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Secondhand.

Das bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt. Wann hast du das letzte Mal ein Secondhand-Teil gekauft? Mittlerweile gibt es eigentlich alles online. Egal, ob du eine ausgebleichte Jeansjacke, ein weißes Hemd, eine Designer-Handtasche, einen rot gepunkteten Baumwoll-Rock oder eine Skinny Jeans suchst, das alles gibts da draußen gebraucht. Irgendwer verkauft genau das Teil, das du suchst. Im besten Fall kauft man secondhHand natürlich in einem Geschäft, online ist aber auch eine tolle Sache.

Second Hand – nachhaltige Mode
Regionale Kleidung

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Regionale Kleidung einkaufen.

In Österreich beispielsweise ist Hanf ein regionaler Rohstoff. Regional verarbeite Kleidung zu kaufen, bedeutet nicht nur, nachhaltig einzukaufen, sondern auch, die Wirtschaft im eigenen Land zu unterstützen und somit vielleicht traditionelles Handwerk zu schützen. Ein Kleidungsstück wird dann als regional bezeichnet, wenn von der Rohstoffproduktion bis hin zum Nähen des Textils die Arbeitsschritte vorrangig in diesem Land stattfinden.

9

Faire Kleidung einkaufen.

Labels, die fair produzieren, achten darauf, dass Mitarbeiter einen sicheren Arbeitsplatz haben und gut bezahlt werden. Die Angabe, dass die gesetzlichen Mindestlöhne eingehalten werden, genügt schlicht nicht, da in vielen Ländern diese Vorgaben entweder viel zu niedrig sind, um davon ansatzweise leben zu können, oder es schlicht keine Regelung gibt. Wo grün draufsteht, muss nicht immer grün drin sein, Stichwort Greenwashing. Auf faire Kleidung zu achten, bewirkt, dass Menschen nicht in einstürzenden Fabriken arbeiten, höchst schädlichen Dämpfen ausgesetzt sind oder durch unmenschlich niedrige Bezahlung ausgebeutet werden – auch das bedeutet Nachhaltigkeit.

Faire Kleidung – nachhaltige Mode

Wir alle können die Welt ein Stück besser machen und sowohl Umwelt als auch Mensch schützen, wenn wir mit größerem Bewusstsein durchs Leben gehen und nachdenken, bevor wir einkaufen. Das fängt bei nachhaltiger Bio-Kleidung an, geht über die Plastiktüte, die durch einen wiederverwendbaren Stoffbeutel ersetzt wird, und hört bei der Waschmaschine auf, die du vielleicht secondhand kaufst und nicht niegelnagelneu im Fachhandel.

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Nachhaltig Wohnen

Klimafreundlichkeit im Alltag: Nachhaltige Möbel.

Klimafreundlichkeit im Alltag: Nachhaltige Möbel.

Sven Wernicke

Sven Wernicke

Auf seinem Blog GreenGadgets.de schreibt Sven über grüne Trends und Produkte. Hier auf vielleicht.de schreibt er über neue Entwicklungen am Möbelmarkt, die nicht nur schick aussehen, sondern auch ein nachhaltiges Wohnen ermöglichen.

Klimafreundlich Wohnen.

Nachhaltigkeit. Ein abstraktes Wort, aber mittlerweile allgegenwärtig. Wir sollen nachhaltig leben und handeln. Das gilt sogar beim Kauf von Möbeln. Wie das zusammenpasst und was wir Konsumenten davon haben? Wer sich neue Möbel zulegt und keinen Gedanken an die Herkunft des Holzes oder die verwendeten Materialien verschwendet, denkt nicht nachhaltig. Denn wir sollten uns eigentlich bewusst darüber sein, was wir erwerben und unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde.

Wenn (Regen-)Wälder für unseren Tisch abgeholzt werden mussten, der benutzte Leim aus nicht biologisch abbaubaren Stoffen besteht und eine spätere Entsorgung der Umwelt eher schaden würde, tun wir uns und unserer Zukunft keinen Gefallen. Nachhaltig wohnen bedeutet, sich im Klaren darüber zu sein, woraus ein gekauftes Produkt besteht und wie sich dieses auf uns auswirkt.

Im besten Fall besteht besagter Tisch vielleicht doch besser aus Holz, das aus nicht weit entfernten Wäldern kommt, welche wieder aufgeforstet werden. Der Leim könnte einen biologischen Ursprung haben und schnell abgebaut werden. Eventuell werden sogar recycelte Materialien genutzt oder es wird auf Plastik verzichtet?

Nachhaltiges Wohnen
Nachhaltige Möbel

Nachhaltigkeit heißt auch, sich mit den Hintergründen zu beschäftigen.

Aber: Wer mit dem Kauf neuer Dinge die Umwelt nicht unnötig schädigen möchte und wissen will, ob bereits bei der Herstellung Gifte freigesetzt, Landschaften zerstört oder gar Arbeiter schlecht behandelt wurden, muss sich mit den Hintergründen beschäftigen und gegebenenfalls recherchieren. Setzt der jeweilige Hersteller auf nachhaltige Möbelproduktion? Welche Ressourcen verbraucht er und sind diese umweltverträglich und klimafreundlich? Sicherlich schwirren einem noch weitere Fragen durch den Kopf, wenn man sich intensiver mit dieser Thematik auseinandersetzt. Doch das lohnt sich, denn es besteht eigentlich keine Notwendigkeit, mit der eigenen Konsumfreude Schaden anzurichten, für den man sonst indirekt verantwortlich wäre.

In der Möbel-Branche existieren längst Unternehmen, die auf nachhaltige Möbelproduktion achten – bezogen auf ökologische, ökonomische und soziale Aspekte. Für uns als Konsumenten hat dies auch Vorteile, denn so erhalten wir unkompliziert Produkte, die uns kein potenziell schlechtes Gewissen bescheren. Mit manchmal sehr einfachen Ideen wird das Klima geschont, Müll vermieden oder ein späteres Recycling erleichtert.

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Nachhaltigkeit ist individuell.

„Wieso sollte ich mich um all das kümmern?“ Sollten Umwelt- und Naturschutz keine entscheidenden Rollen beim Kauf spielen, ist das freilich bedauerlich. Aber nachhaltige Möbel besitzen weitere, sozusagen oberflächliche Vorteile: Sie sehen häufig außergewöhnlich aus und sind sehr individuell. Wer genug vom Möbelhaus-Einheitsbrei hat und wem das Talent fürs Selbermachen fehlt, wird überrascht sein, wie schön so manche Tische, Stühle und Lampen sein können. Gewiss mögen manche Wohn-Accessoires aus diesem Segment gegenüber herkömmlichen Varianten teurer sein, dafür besitzt sie nicht jeder. Und etwas sparen kann man im Zweifel ja auch in anderen Bereichen, beispielsweise beim Stromanbieter.

Nachhaltige Möbel
Nachhaltig Möbel

Nachhaltige Möbel.

Was man sich unter nachhaltigen Möbeln vorstellen kann? Dahinter verbergen sich weniger kuriose Dinge, als man auf den ersten Blick vielleicht vermutet. Und trotzdem stecken meist kreative, moderne Ansätze und überaus ansprechende Design-Ideen drin. Spannend ist beispielsweise der modular aufgebaute Stuhl Spyndi. Dieser lehnt sich an der Form der menschlichen Wirbelsäule an und lässt sich nach eigenen Vorstellungen zusammensetzen. Sollte mal eine Komponente das Zeitliche segnen, wird sie einfach ausgetauscht. Ohnehin versprechen die litauischen Macher eine lebenslange Garantie. Regionales Kiefernholz und eine biologische Lackierung deuten den nachhaltigen Gedanken an.

Lokale Wirtschaft unterstützen.

Ein weiterer Vorteil der Nachhaltigkeit: Es entstehen auch hierzulande wieder Handwerksbetriebe, die sich auf alte Tugenden besinnen, auf Massenproduktion verzichten und dafür auf die Qualität sowie den Ursprung der Materialien achten. Statt weit entfernte Großkonzerne zu unterstützen, hilft man kleinen Betrieben „um die Ecke“, Mitarbeiter zu bezahlen und einen gesunden Wirtschaftskreislauf zu schaffen. Auch das ist ein Bestandteil des nachhaltigen und klimafreundlichen Wohnens.

Die aus Schwäbisch Hall stammende Firma Maigrau verfolgt einen sympathischen Ansatz. So geht man „verantwortungsvoll mit Ressourcen um“ und verarbeitet vorrangig natürliche Materialien wie Holz, Metall, Textilien und Leder. Auf synthetische Werkstoffe und Substanzen möchte man weitgehend verzichten. Die Ergebnisse sind unter anderem ansprechende Tische oder Garderoben, aber auch  minimalistische und erstaunlich ästhetische Leuchten.

Apropos ästhetisch: Aus Berlin kommen Deckenlampen und andere Einrichtungsgegenstände mit dem Namen Verschnitt. Unter diesem Label entstehen schicke Produkte aus Holzresten, die in einem hiesigen Sägewerk sonst weggeworfen oder vernichtet worden wären. Das Material stammt aus Wäldern der Umgebung, die Fehler der Rohstoffe werden zu hübschen und unkonventionellen Designelementen.

Eine Ecke weiter geht das britische Unternehmen Pentatonic, das nicht nur Ausschussware wie fehlerbehaftetes Glas aus der Smartphone-Produktion verarbeitet, sondern ebenfalls alte Plastikflaschen, Aluminiumdosen oder gar CDs und DVDs. Aus dem geschredderten Müll, der unter anderem in der Umgebung gesammelt wurde, entstehen hochwertige Möbel. Auch hier verzichten die Verantwortlichen auf schädliche Kleber oder Harze. Sogar eine Reparatur bei Defekten ist vorgesehen. Wer die Gläser, Tische und Sessel nicht mehr mag, kann sie später wieder zurückgeben. Der Hersteller verspricht feste Ankaufspreise. Diese Einrichtungsgegenstände werden in den Kreislauf eingebracht, es entstehen also wieder neue Möbel. Ein sehr intelligenter Ansatz. Und von Hässlichkeit kann bei dem Portfolio von Pentatonic wirklich nicht die Rede sein.

Nachhaltige Möbel sehen oftmals hervorragend aus und unterstreichen die Individualität der Käufer. Vor allem wichtig: Gegenüber herkömmlichen Alternativen entstehen keinerlei Nachteile. Ganz im Gegenteil. Denn hier wird der Alltag verschönert und lebenswerter gestaltet, ohne der Umwelt zu schaden oder gar Menschen auszubeuten.

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